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  Seinen bürgerlichen Vornamen hat er vergessen, der Drummer von ROSA. „Ich bin Seele“, so stellt er sich vor. Seele, das kommt von Seelmann und ist der Nachname. Der Vorname ist egal, Seele eben. Die Berliner Mauer stand ein Jahr, als Seele in Oppach geboren wurde. Oppach liegt in der Oberlausitz – Seeles Eltern studierten in Görlitz. Zwei Jahre war er alt, als die Familie nach Dessau zog. In Dessau entdeckte Seele seine Liebe zur Musik.
 

Die Familie hatte ein altes Röhrenradio, das auf einem eigenen Hocker stand. Seele saß darunter und trommelte die Beats mit. Doch so einfach war das nicht mit den Drums. Seeles Mutter Annemarie spielte Akkordeon und wollte den Jungen für das Instrument begeistern. „Gottseidank war in der Akkordeonklasse nichts frei“, sagt Seele.

Der Heimwehexpander blieb ihm erspart, die ersten richtigen Beats brachte ihm Fritz Genschorek bei. Der war ein alter Theatermusiker, und günstig war, dass Seeles Großvater Martin Adler ein Schlagzeug besaß; der Opa spielte in der Feuerwehrkapelle.

„Ich war gerade mal elf, als wesentlich ältere Mitschüler eine Band gründeten: Passat“, erinnert sich Seele. „Passat“ brach auseinander, als der erste aus der Truppe zur Armee musste. Da war Seele schon bei Blau-Rot eingestiegen, die Band in Dessau. Gegründet 1962, sind die Jungs von Blau-Rot bis heute im Geschäft. „Es waren gute Leute in der Band“, sagt Seele. Wobei er selbst auch gut gewesen sein muss: Nicht jeder 13jährige Bengel spielt schon Sonderstufe!

Bis zum Abitur blieb Seele Blau-Rot treu. Er besuchte in Dessau eine Sprachklasse, lernte Russisch, Englisch und Französisch. Damals dachte er, wenn es mit der Musik nicht klappt, dann bleiben immer noch die Sprachen.

Während der Penne-Zeit gab es einen Trip zur Gitarre: Die schönsten Mädchen in der Klasse waren mit den Drums nicht zu beeindrucken. Seele, der mit 15 erstmals in Weimar war, bei einer Talentesichtung an der Musikhochschule, legte sein Abi ab und danach hieß es: Marsch marsch zum VEB Gleichschritt. Zuvor hatte er im Waggonbau in Dessau gejobbt und musste feststellen: „Das ist es nicht!“

Während des Studiums stieg Seele bei „Baff“ ein, es gab auch noch ein Intermezzo bei Blau-Rot. „Ich war halt ne treue Seele“, sagt Seele und grinst. Aus „Baff“ wurde „Marathon“, und die lösten sich 1986 auf. Es gab Querelen in der Truppe, unterschiedliche Pläne.