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  Benno kommt aus Eisenberg, wo er die ersten 17 Jahre seines Lebens verbrachte. „Wenn du aus so einem Nest kommst, dann willst du nur eins: Weg!“, sagt er heute. Ernst wurde es ihm damit, nachdem er von der Penne geflogen war. Benno hatte den Traum, als Gitarrist zu arbeiten, ein Wunsch, den sein Onkel Hermann in ihm geweckt hatte. „Mein Onkel war ein unwahrscheinlich talentierter Musiker, der aber als Dachdecker arbeitete“, sagt Benno. Seinen Eltern war die Musiker-Idee ein Graus, diese Rockmusik war für sie „dekadenter Mist, der aus dem Westen kommt“.
  Benno übte heimlich Gitarre auf dem Dachboden, übte die Griffe, die ihm Onkel Hermann gezeigt hatte. Der Linkshänder Benno hielt die Gitarre einfach andersrum, spannte die Seiten nicht um, wie das noch Jimi Hendrix gemacht hatte.

Benno wollte seinen Traum vom Berufsmusiker verwirklichen, doch erstmal sollte er einen Beruf ergreifen. In Jena an der Uni wurde er also Physik-Laborant, doch die Wochenenden gehörten der Musik. Inzwischen gab es „Polo“, die er mit Hubaz zusammen gegründet hatte, und die „Schlossgeister“ fragten an, ob er einsteigen wolle. Bei den Schlossgeistern bekam er seinen vorläufige „Pappe“ und er musste sich an der Geraer Musikschule anmelden. „Das hieß, ich hätte es lernen müssen, nach Noten zu spielen, und davor hatte ich den größten Horror“, sagt Benno heute. Vorerst hatte er jedoch Glück, denn das „Bezirkskabinett für Kulturarbeit“ verlängert ihm jedes Jahr die vorläufige Spielerlaubnis.

Doch nach drei Jahren bei den Schlossgeistern löste sich die Band auf und Benno stieg, nach einem Intermezzo bei „Report“, bei „Tramp“ ein. Die Truppe war sehr gut, aber leider nur eine Amateurband. Bulo, der Ex-Drummer von den Schlossgeistern, nahm Benno dann mit zur „Sixband“. Dort hieß es, nach Noten spielen, und Benno machte sich daran, die Geheimnisse der Noten zu entschlüsseln: „Nach einem halben Jahr hatte ich das drauf und konnte vom Blatt spielen“, sagt er.

Zwei Jahre blieb Benno bei der „Sixband“, dann wechselte er nach Leipzig, zu „Zoe“. Doch nach nur einem halben Jahr hatte er Hubaz, seinen alten Kumpel aus Jugendtagen getroffen, und sie hatten die Idee, eine neue, eine eigene Band zu gründen. Beide hatten ja bereits bei „Polo“ zusammen gespielt.

Kurz vor Weihnachten ´85 war es dann soweit: Mit Hexe zusammen wurde ROSA aus der Taufe gehoben. Benno, der zunächst als Sänger dabei war, wollte lieber nur Gitarre spielen, so stieß noch Claus zur Band. Es begann eine Zeit intensiver Proben und am 26. August 1986 trat die Band das erste Mal auf, in Hermsdorf. „Alle, die uns damals sahen, waren der Meinung, das geht nicht lange gut“, erinnert sich Benno. Denkste!

Benno ist ein Genussmensch, der gerne selbst kocht, gerne feiert und Gäste empfängt. Sportlichen Ausgleich sucht er beim Radfahren und er nennt den Computer sein Heiligtum. „Das Internet ist das Medium, das extra für mich erfunden wurde!“